Babi Jar und der Holocaust in der Ukraine
In der Ukraine wurde von 1941 bis 1944 durch Massenerschießungen und Massaker außerhalb der Konzentrationslager fast die gesamte jüdische Bevölkerung getötet.
Babi Jar steht für die größte Mordaktion, die von Deutschen verübt worden ist. In der Talschlucht bei Kiew wurden am 29. und 30. September 1941 innerhalb von 36 Stunden über 33.000 Juden systematisch durch Maschinenpistolenfeuer erschossen.
Insgesamt fielen in der Ukraine 1,5 Millionen Juden dem Holocaust zum Opfer. Es gibt im ganzen Land wohl keine Ortschaft, in der die jüdische Bevölkerung nicht dezimiert oder ausgelöscht wurde. An diesen gut geplanten Mordaktionen waren neben den Sondereinsatzgruppen auch reguläre Einheiten der Wehrmacht beteiligt. Bei den Massakern taten sich auch zahlreiche ukrainische Hilfskräfte als besonders grausam hervor. Dieser Teil der ukrainischen Geschichte ist bis heute im Land noch wenig aufgearbeitet.
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