USA und Lateinamerika 2012

„Der March of Remembrance ist von höchster Bedeutung für die lokale jüdische Gemeinschaft und den Staat Israel. Ich finde keine Worte, um die Emotionen zum Ausdruck zu bringen, die wir angesichts dieser Initiative empfinden.“ So schrieb der israelische Honorarkonsul Max Haber an die Organisatoren in Asuncion (Paraguay).

Bereits zum vierten Mal seit 2009 fand der „March of Remembrance“ diesmal in über 50 Städten in den USA und Lateinamerika und einzelnen Orten in Afrika und Australien statt. Anlässlich des jüdischen Holocaust-Gedenktages „Yom HaShoah“ gingen tausende Christen auf die Straße, um gemeinsam mit Holocaustüberlebenden ein Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung zu setzen und damit die Stimme für Israel und gegen modernen Antisemitismus zu erheben. Zum ersten Mal waren auch deutsche Nachkommen von Nazitätern in die USA gereist, um Worte des Bedauerns und der Buße zu finden, die ihre Väter nicht finden konnten. Der Initiator des March of Remembrance, Jobst Bittner, Initiator und Gründer der March of Remembrance Bewegung, rief bei der zentralen Veranstaltung in Washington D.C. dazu auf, modernen Formen des Antisemitismus, wie sie z.B. in der Gestalt einer palästinensischen Ersatztheologie auftritt, in Kirchen keinen Raum zu geben.. An vielen Orten berichteten lokale Fernsehsender und Zeitungen über die Ereignisse.

Der Auftakt zum diesjährigen March of Remembrance fand am 15. April auf Long Island in New York statt. In Yaphank befand sich in den 1930er Jahren das Hauptquartier der US-Nazibewegung, die, bevor sie verboten wurde, zehntausende Amerikaner zu antisemitischen Hitler-Kundgebungen mobilisierte. An diesem Ort kamen nun 150 einheimische Christen mit Nachkommen deutscher Nazitäter und Nachkommen von Holocaustüberlebenden für den Gedenk- und Versöhnungsmarsch zusammen. Einen Tag später sprachen die Holocaustüberlebenden Eva Deutsch-Costable und Lore Oppenheimer bei einer Gedenkveranstaltung im „Church Center for the United Nations“ mitten in New York City. Direkt gegenüber dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen erzählten sie ihre Lebensgeschichte und setzten so mit den Nachkommen der Nazitäter aus Deutschland ein klares Zeichen gegen die Aufrufe zur Zerstörung Israels, die in den UN Versammlungen immer wieder zu hören sind.

Die größte Veranstaltung in diesem Jahr fand in Houston, Texas statt. Acht lokale Kirchengemeinden hatten sich hier mit der lokalen jüdischen Gemeinde zusammengetan, so dass 700 Personen an dem Marsch und den Gedenkveranstaltungen teilnahmen. Lokale Organisatorin war Rozalie Jerome, Tochter von Holocaustüberlebenden aus Ungarn, die selber im Jahr 2008 beim Marsch des Lebens in Deutschland dabei war. Unter den Teilnehmern in Houston waren neben 20 Holocaustüberlebenden auch diplomatische Vertreter Deutschlands, Israels und der Türkei und fünf Nachkommen von Nazi-Tätern aus Deutschland.

In Lateinamerika fand der March of Remembrance unter dem Namen „March de la Vida“ in den Hauptstädten von Peru, Bolivien und Paraguay statt. Paraguay ist das Land, in dem die NSDAP ihre erste Auslandsorganisation eingerichtet hatte. Nach dem Krieg hatten dort viele Naziverbrecher wie der „Lagerarzt“ von Auschwitz, Josef Mengele, eine neue Heimat gefunden. Der „Marcha de la Vida“ führte in der Hauptstadt Asuncion am ehemaligen Hauptquartier der Nationalsozialisten vorbei und endete vor dem Parlamentsgebäude. Zwischen drei und vierhundert Leute nahmen am Marsch und der anschließend Gedenkveranstaltung teil. Darunter waren Pastoren von zehn verschiedenen christlichen Denominationen sowie zahlreiche Vertreter der örtlichen jüdischen Gemeinde und der israelische Honorarkonsul.

In La Paz in Bolivien, einem Land, das mit dem Iran verbündet ist, fand der Marcha de la Vida auf dem zentralen Boulevard statt – viele Passanten solidarisierten sich mit der eindeutigen Pro-Israel Botschaft. In Lima führte die Route entlang des Hafens Callao, wo während des Zweiten Weltkriegs ein Schiff mit 200 jüdischen Flüchtlingskindern abgewiesen wurde, die anschließend in den Gaskammern von Auschwitz ermordet wurden. An allen Orten verlasen die Pastoren eine gemeinsame Erklärung, mit der sie die jüdische Gemeinde für den christlichen Antisemitismus in der Vergangenheit um Vergebung baten und die hebräischen Wurzeln des christlichen Glaubens ehrten.

Bildergalerien und Videos verschiedener Märsche

New York/ USA

Washington D.C./ USA

La Paz/ Bolivien

Asuncion/ Paraguay

Video über den March of Remembrance in Houston: http://www.youtube.com/watch?v=UiCDB6mO_6Q

Weitere Bilder und Videos finden Sie auf der offiziellen March of Remembrance Facebook-Seite.

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