Vom Holocaust zu neuem Leben - 2. Marsch des Lebens Konferenz in Tübingen

Aus der ganzen Welt sind Organisatoren und Freunde vom 3. bis 5. März 2017 in Tübingen zum zweiten Mal zu einer Konferenz zusammengekommen.

Ehrengäste waren unter anderem der israelische Knessetabgeordnete Robert Ilatov, Landesrabbiner Netanel Wurmser und der Auschwitzüberlebende Yechiel Aleksander. über 4.000 Teilnehmer, die nicht persönlich hatten anreisen können, waren über Livestream bei dem wegweisenden, facettenreichen Programm zugeschaltet. Besonders bewegend waren die Erzählungen des Holocaustüberlebenden Yechiel Aleksander, über dessen Leben auch das Schwäbische Tagblatt im Anschluss an die Konferenz einen ausführlichen Bericht brachte.

Anlässlich eines "Abends zur Ehre Israels" sprachen am Samstagabend der Knessetabgeordnete Robert Ilatov, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der baden-württembergische Landesrabbiner Netanel Wurmser und andere über die Notwendigkeit, der Vergangenheit zu gedenken und fuer das Leben auf die Strasse zu gehen. Jobst Bittner betonte in seiner Einführung die Stärke der Marsch des Lebens Bewegung, Menschen aus verschiedenen Nationen, Denominationen, Religionen und Parteien zusammenzubringen, die sich gegen das Vergessen und modernen Antisemitismus eins machen. Netanel Wurmser mahnte in seiner Ansprache: "Wir leben in einer Zeit, in der das Leben nicht mehr so viel wert zu sein droht und wir zu viele Dinge billigend in Kauf nehmen. Wir müssen mit allen Kräften dafür sorgen, dass das Leben wieder einen Inhalt und einen echten Wert zugemessen bekommt. "Es darf nicht sein", sagte auch Boris Palmer, "dass Menschen, die eine Kippa tragen, sich in Deutschland wieder fürchten müssen. Das lassen wir nicht zu! Es bleibt dabei: Deutschland steht unverbrüchlich an der Seite Israels - heute und in Zukunft!" Robert Ilatov sprach über das heutige Israel und zählte christliche Unterstützer "zu den wichtigsten Verbündeten, die Israel heute hat."

Zum Programm des Abends gehörte auch eine szenische Lesung der Erzählungen des Holocaustueberlebenden Jerzy Gross, die mit Musik, Tanz und Theater veranschaulicht wurden. Dabei wurde auch die Bedeutung der Zeitzeugenberichte für die junge Generation deutlich.

Die Teilnehmer hörten im Laufe der Konferenz ermutigende Berichte von der Entwicklung der Marsch des Lebens Bewegung in verschiedenen Teilen der Welt. In Polen, Ungarn, Lateinamerika, den USA und vielen weiteren Ländern spielt der Marsch des Lebens mit jährlichen Veranstaltungen eine zunehmend prägende Rolle innerhalb der Gedenkkultur. Jobst Bittner zeigte am Beispiel von Israels Stammvater Jakob auf, wie man trotz Widerständen auf dem Weg zum Ziel bzw. dem "Marsch des Lebens" nicht nachlassen, sondern umso entschlossener weitergehen sollte. "Solange noch Nachkommen  im Schatten des Holocaust leben müssen, ist unsere Verantwortung nicht beendet", sagte er.

Prof. Dr. Gideon Greif aus Israel, der als einer der weltweit renommiertesten Holocaustforscher freundschaftlich mit dem Marsch des Lebens verbunden ist, lehrte danach über die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung der zionistischen Bewegung. "Der Zionismus ist ein permanenter Traum", sagte er am Ende seiner Ausführungen, "den jeder Jude und jeder Nicht-Jude, der das auserwählte Volk liebt, für immer in seinem Herzen tragen muss. Zion ist nicht nur ein Ort. Es ist eine Nation, eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Es ist der Ort Gottes, seiner Versprechen und deren Erfüllung."

Die biblische Sicht auf Israel und die Marsch des Lebens Bewegung wurde in den Beiträgen von Gottfried Bühler (ICEJ-Deutschland) und Pastor Stefan Haas deutlich: Die Nationen werden nach Israel ziehen und den Gott Israels anbeten. Davon sei zwar das heutige weltpolitische Geschehen weit entfernt, aber als prophetische Vorboten bringe Gott schon jetzt Vertreter aller Nationen nach Jerusalem. So konnte auf der Konferenz der Termin für den "Marsch der Nationen" 2018 in Jerusalem bekanntgegeben werden: Vom 13. bis 15. Mai 2018 werden die Nationen zu einem Versöhnungsmarsch in Jerusalem zusammenkommen.

Am Nachmittag verteilten sich die 400 Teilnehmer auf elf verschiedene Workshops zu relevanten Themen rund um den Marsch des Lebens wie etwa "Aufarbeitung der Familienwahrheit", "Jüdisch-Christliche Begegnungen", "Umgang mit modernem Antisemitismus" und andere [Link: Siehe Programmheft]. Alle Workshops wurden aufgenommen und zum Teil live übertragen.

Die unterschiedlichen Bestandteile der Konferenz fügten sich zu einem einzigartigen Ganzen zusammen, das den Weg von der Vergangenheit in die Zukunft weist. Der Landesrabbiner fasste die Botschaft des Marsch des Lebens mit den Worten zusammen: Es ist sehr wichtig zu vermitteln: Am Israel Chai!

 

Audio-Botschaften der Konferenz online bestellen: www.tos-medien.de

Beiträge der Konferenz auf YouTube ansehen: March of Life

Fotos der Konferenz auf Facebook ansehen: March of Life

 

 

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