Marsch des Lebens für Israel in Zürich

Vertreter der israelischen Botschaft und des Schweizer Parlaments sowie Mitglieder verschiedener christlicher und jüdischer Organisationen und Holocaustüberlebende waren am 11. September 2017 unter den gut 300 Teilnehmern des ersten Marsch des Lebens für Israel in Zürich.

Michael Ruh, Koordinator der Bewegung in der Schweiz, eröffnete die Veranstaltung mit der Aufforderung, heute im Angesicht von Antisemitismus und Israelkritik nicht neutral zu bleiben und die Geschichte in Bezug auf den Umgang der Schweiz mit dem jüdischen Volk aufzuarbeiten.

Die Route des Marsches führte vom Kunsthaus über den Zwingliplatz beim Grossmünster zum Bürkliplatz gegenüber der Schweizer Nationalbank. Damit sollte daran erinnert werden, dass die Schweiz mit Geld, Gold und Kunst jüdische Menschen beraubt hat.

Die Botschaftsrätin der Israelischen Botschaft in Bern, Frau Michal Hershkovitz, drückte der Marsch des Lebens Bewegung ihre Wertschätzung aus und sagte weitere Unterstützung zu. Markus Kübler informierte über den geschichtlichen Hintergrund und wies darauf hin, dass die Schweiz die Geld- und Goldgeschichte juristisch aufgearbeitet habe, dass aber eine moralische Wiedergutmachung in diesem Bereich fehle. Timotheus Bruderer, Generalsekretär der parlamentarischen Gruppe Israel-Schweiz, ging noch weiter zurück und stellte die Frage, warum Rudolf Brun, erster Bürgermeister Zürichs, zur Zeit der Pest im Mittelalter seine Position nicht genutzt habe, um den Juden zu helfen, sondern sich an ihrem Hab und Gut bereichert habe.

Andreas Recher, Kantonaler Leiter von "Gebet für die Schweiz", erzählte, wie die Vorbereitungen auf den Marsch ihn zutiefst erschüttert hätten, weil er nicht geahnt habe, dass die Schweiz so stark mit Nazi-Deutschland verstrickt gewesen sei und den Juden meist wiederwillig Wiedergutmachung geleistet habe. Auch die Holocaustüberlebenden Catherine Rübner und Gabor Hirsch nahmen am Marsch des Lebens für Israel eil. Tief betroffen von ihren Geschichten baten die Teilnehmenden den Gott Israels sowie Juden und Jüdinnen um Vergebung und sprachen aus, dass sie Unrecht beim Namen nennen und nicht mehr schweigen wollen. Die aus Tübingen, Deutschland, angereiste Tanzgruppe YC Dance führte zwei jüdische Tänze auf und löste damit eine solche Freude aus, dass die Menge anfing, auf dem Bürkliplatz zu tanzen.

feedback Newsletter Newsletter Spenden

ERROR: Content Element type "powermail_pi1" has no rendering definition!

ERROR: Content Element type "powermail_pi1" has no rendering definition!

Spende per Ãœberweisung

Ihre Spende für den Marsch des Lebens in Deutschland können Sie auf das folgende Konto überweisen:

TOS Dienste Deutschland e.V. ist wegen Förderung gemeinnütziger Zwecke durch Bescheinigung des Finanzamtes Leipzig II, St.Nr. 231/141/07751 vom 01.10.2008 für die Jahre 2004, 2005 und 2006 nach §5 Abs. 1 Nr.9 KStG von der Körperschaftsteuer befreit.


Spende per Paypal