Marsch des Lebens Tag mit Yehuda Glick

„Man muss nicht rechts oder links sein, um am Marsch des Lebens teilzunehmen. Der Marsch des Lebens vereint alle Nationen. Von hier soll eine Botschaft von Leben, Friede und Liebe ausgehen“, sagte der Knessetabgeordnete Yehuda Glick, der seine erste Begegnung mit der Marsch des Lebens Bewegung in Polen als ein unvergessliches Ereignis beschrieb.

Zum Marsch des Lebens Tag am 10. Februar 2018 haben sich Organisatoren und Freunde der Bewegung aus der ganzen Welt zusammengefunden, um durch Austausch, gegenseitige Ermutigung und Planung die Märsche weltweit weiter voranzubringen und den Marsch der Nationen in Jerusalem vorzubereiten. Unter den Sprechern waren der Rabbiner und Knessetabgeordnete Yehudah Glick, Maren Steege vom Generalkonsulat des Staates Israel in Baden Württemberg, Gerd Walther, der Bürgermeister und Mitorganisator des Marsch des Lebens im Seebad Ueckermünde, der Holocaustforscher Prof. Dr. Gideon Greif und die Holocaustüberlebende Assia Gorban.

Der Initiator der Bewegung Jobst Bittner stellte zu Beginn die Frage in den Raum, wie es wohl nach den Novemberpogromen 1938 weitergegangen wäre, wenn diese verhängnisvolle Nacht Zehntausende Menschen gegen Antisemitismus auf die Straße getrieben hätte. Er betonte die Wichtigkeit öffentlicher Statements gegen Antisemitismus und für Israel. Aufarbeitung könne man nicht an Fernsehdokumentationen abdelegieren und eine gleichgültige Haltung gegenüber Israel müsse ausgeräumt werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Marsch des Lebens Tages war diesmal die Ermordung behinderter Menschen im Rahmen der T4-Aktion, die den Beginn des nationalsozialistischen Massenmordes markierte. Professor Gideon Greif hielt dazu am Nachmittag einen bewegenden Vortrag.

Ein iranischer Staatsbürger bestätigte angesichts der iranischen Bedrohung: „Ich stehe zum Staat Israel und zum jüdischen Volk. Der Iran investiert sein ganzes Geld in den Kampf gegen Israel. Wir dürfen jetzt nicht schweigen, denn sonst kann dasselbe nochmal passieren.“ Gerd Walther, der als Bürgermeister des Seebads Ueckermünde seit 2015 Märsche des Lebens in seiner Stadt organisiert, erzählte von seiner ganz persönlichen Aufarbeitung und wie er es als seiner Aufgabe entdeckt hat, Überlebende und deren Nachkommen im Namen der Stadt um Vergebung zu bitten. Assia Gorban, Vertreterin des Holocaustüberlebendenverbands „Phönix aus der Asche“, betonte die Bedeutung des Marsch des Lebens für in Deutschland lebende Juden. Maren Steege vom Generalkonsulat sagte über den Staat Israel, dessen Gründung ein Vorbild für jedes Pionierprojekt sein kann: „Nicht allein von Menschenhand wurde dieser Staat geschaffen. Bei allem Mut und aller Entschlossenheit lehrt uns die israelische Geschichte, dass wir mit Wundern des Allmächtigen rechnen dürfen.“ 

 

Medien

Fotos auf Facebook

Beiträge und die komplette Abendveranstaltung auf YouTube 

feedback Newsletter Newsletter Spenden

ERROR: Content Element type "powermail_pi1" has no rendering definition!

ERROR: Content Element type "powermail_pi1" has no rendering definition!