USA 2009

Der erste March of Remembrance, 300 Personen in Dallas auf der Straße, Juden und Nicht-Juden ehren Holocaustüberlebende und setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus.

Am 21. April 2009, am Tag des Gedenkens an den Holocaust, fand in neun Städten der USA der March of Remembrance statt. Juden und Nicht-Juden begaben sich auf die Straße, um gegen den wieder aufflammenden Antisemitismus aufzustehen. Dies geschah genau am Tag der Eröffnung der UNO Anti-Rassismus Konferenz Durban II in Genf, die gleich einem Tribunal gegen Israel tagen sollte. Initiiert wurde dieser Marsch des Gedenkens durch den Musiker Ted Pearce aufgrund seiner eigenen Teilnahme am Marsch des Lebens 2007 und 2008 in Deutschland. Die Versöhnung zwischen Holocaustüberlebenden sowie Menschen, die durch die Naziverbrechen Verluste erlitten hatten, und Christen aus Deutschland, deren Vorfahren im Nationalsozialismus involviert gewesen waren, hätten ihn so nachhaltig berührt, dass er diese Marsch-Strategie, die sichtbar Leben verändert, in den USA anwenden wollte, erklärte Ted Pearce, weil ein großer Teil der Diaspora-Juden dort lebten. Deshalb hatte der Songwriter in ganz Amerika Menschen aus seinem Wirkungskreis aufgerufen, am Marsch teilzunehmen und sie für seine Vision gewonnen. Dieser erste March of Remembrance fand gleich in neun Städten der USA statt: Dallas/Texas, Cocoa Beach/Florida, Miami/Florida, Gig Harbor/Washington, Farmington/New Mexico, Dayton/Ohio, Albany/Oregon, sowie in zwei Städten in Kalifornien und Arizona.

In Dallas trafen sich rund 300 Leute vor dem Holocaust Museum. Von dort liefen sie etwa eine Meile zur City Hall, wo sie drei Holocaustüberlebenden zuhörten, die aus ihrem Alltag in den Konzentrationslagern berichteten. Als Gastredner eingeflogen rief Jobst Bittner, Leiter der TOS Dienste, das Publikum dazu auf, im Angesicht von Antisemitismus nicht zu schweigen, so wie es in Nazideutschland geschehen sei, sondern zu Israel zu stehen und die Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben. Während der Abendveranstaltung überbrachte Jobst Bittner den Überlebenden als Zeichen der Wertschätzung für ihr Lebenszeugnis ein Geldgeschenk, das die Mitglieder der TOS in Deutschland für sie gesammelt hatten. Er komme aus dem Land der unverdienten Gnade, begann Jobst Bittner seine Ausführungen, und obwohl er sich als Deutscher, seit er Christ sei, intensiv mit dem Holocaust beschäftigt habe, könne es keinen Schlussstrich geben, so lange noch Traumata und Verluste wegen des Holocausts vorhanden seien. Deshalb plädierte auch er für eine Ausweitung des March of Remembrance 2010 auf weitere Städte.

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