Chanukka: Jüdisches Leben kann nicht ausgelöscht werden!

Auch in diesem Jahr wurde in Tübingen – diesmal parallel zu den Weihnachtsfeiertagen – öffentlich das achttägige jüdische Lichterfest Chanukka gefeiert.

Jeden Abend wurde auf dem Tübinger Marktplatz eine weitere Kerze an der Chanukkia, dem speziellen neunarmigen Leuchter, angezündet. Bei der Hauptveranstaltung am ersten Weihnachtsfeiertag wurde die Chanukkia in einem Zug mit etwa 250 Teilnehmern vom „Zinser-Dreieck“ durch die Tübinger Innenstadt getragen, wo mit Tanz, Musik und Gebeten fröhlich gefeiert wurde. Unter den Teilnehmern waren viele Christen aus Tübingen und Umgebung, Freunde aus der jüdischen Gemeinde Reutlingen, zahlreiche Passanten und mehrere Flüchtlinge aus Syrien und dem Iran. Am Dienstag gab es einen gut besuchten „Dreidel-Abend“, an dem ausgelassen das traditionelle Chanukka-Spiel gespielt wurde. An einem Nachmittag las die Autorin Carmen Matussek aus ihrem neuen Buch „Israel, mein Freund – Stimmen der Versöhnung aus der islamischen Welt“ vor und lud die Besucher danach dazu ein, beim darauffolgenden Kerzenanzünden auf dem Marktplatz jüdisches Leben zu feiern.

Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem 164 v. Chr. Nach der Eroberung des Landes Israel im Jahre 200 v. Chr. durch die Seleukiden war es den Juden verboten, ihren Glauben auszuüben. Auf die Beschneidung und das Halten des Schabbats stand die Todesstrafe. Schließlich wurde der Tempel in Jerusalem entweiht und eine Zeus-Statue darin aufgerichtet. Unter der Führung der Makkabäer gelang es den Hebräern völlig unerwartet, die zahlenmäßig und militärisch überlegenen Hellenisten zu vertreiben, und der Tempel konnte neu eingeweiht werden. Für den Tempelleuchter fand man allerdings nur einen kleinen Krug reinen Öls, das für einen Tag brennen würde. Durch ein Wunder brannte es jedoch acht Tage lang, bis man neues reines Öl gewonnen hatte.

In Zeiten, in denen die jüdische Verbindung zur Altstadt in Jerusalem, zur Klagemauer und zum Tempelberg durch höchste Gremien der UNO in Frage gestellt wird, wurde mit dem öffentlichen Chanukkafest zum Ausdruck gebracht, dass jüdisches Leben nicht ausgelöscht werden kann – weder in Deutschland noch in Europa und auch nicht in Jerusalem.

Die Chanukka-Tage in Tübingen wurden von der TOS Gemeinde Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Marsch des Lebens e.V. veranstaltet.

 

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