Märsche des Lebens in Emden, Hagen und Kassel

Mit erfreulicher Beteiligung und Resonanz haben im Oktober 2014 Märsche des Lebens in Kassel, Emden und Hagen stattgefunden.

Verschiedene christliche Gemeinschaften und Vertreter aus Politik und Gesellschaft haben gemeinsam deutlich gemacht, dass die ehrliche Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und der wiedererstarkende Antisemitismus unserer Zeit Themen sind, die angepackt werden müssen. Insgesamt waren bei den drei Veranstaltungen etwa 500 Menschen auf der Straße.

 

Kassel

Die Auftaktveranstaltung zum Marsch des Lebens in Kassel fand am 19. Oktober 2014 im dortigen Regierungspräsidium unter der Schirmherrschaft von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke statt. Veranstaltet wurde der Marsch vom Verein Christen an der Seite Israels in Kooperation mit der Gedenkstätte Breitenau, dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie und dem Arbeitskreis Rückblende - Gegen das Vergessen aus Volkmarsen. Dr. Gunnar Richter von der Gedenkstätte Breitenau hielt einen Vortrag über die Entwicklung jüdischen Lebens in Nordhessen und das abrupte Ende der jüdischen Gemeinden mit dem Beginn des Nationalsozialismus. Eine junge Frau aus Tübingen erzählte von ihrer persönlichen Betroffenheit, als sie feststellen musste, dass ihr Großvater in der SS und aktiv an Massenmorden in der Ukraine beteiligt gewesen war. 

Der Marsch des Lebens führte auch zum Denkmal der am 7. November 1938 zerstörten großen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Kassel. Hier sprach Theo Ellesat, der als knapp Dreizehnjähriger Augenzeuge der Zerstörung geworden war.

Link zum Artikel in IsraelAktuell: http://www.israelaktuell.de/index.php/component/content/article/50-topnews/301-maersche-des-lebens-zu-70-jahrestagen-von-holocaust-ereignissen

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Emden

Bei dem Marsch des Leben eine Woche später in Emden sprachen vor einem bewegten Publikum der Emder Oberbürgermeister Bernd Bornemann und die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und stellvertretende Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist. “Der Marsch des Lebens geht uns alle an. Denn jeder von uns ist gefordert, Hass gegen Juden anzuzeigen, zu entlarven, ihm die Stirn zu bieten“, sagte sie. Zwei Urenkel eines damaligen Emder Rabbiners sind eigens für den Marsch aus Israel angereist. Zeitzeugen aus Emden meldeten sich über Videobotschaften zu Wort. Der Marsch des Lebens war begleitet von einer ausführlichen und einfühlsamen Berichterstattung in der Emder Zeitung und der Ostfriesen-Zeitung.

Bericht in der Ostfriesen-Zeitung: http://www.oz-online.de/-news/artikel/133165/Nachfahren-des-letzten-Rabbiners-kommen

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Hagen

Zum Marsch des Lebens in Hagen am 26. Oktober waren 20 Holocaustüberlebende und Angehörige von Zwangsarbeitern eingeladen worden. Diese haben neben der Hauptveranstaltung im Hagener Rathaus an den vorhergehenden Tagen auch in den umliegenden Schulen, Kirchen und Rathäusern aus ihrem Leben erzählt und so der Geschichte Stimme und Gesicht gegeben. Der Hagener Mediziner Dr. Arnulf von Auer, der diesen Marsch maßgeblich organisiert hat, beschreibt seine Motivation: “Aus der Erkenntnis, dass auf diesem vergifteten Boden kein Neuanfang möglich ist, haben wir uns ganz persönlich unter die bisher verschwiegene Familienschuld gestellt und Angehörige des Jüdischen Volkes und der Zwangsarbeiter um Vergebung gebeten.“ Der Versöhnungsmarsch am Sonntag, bei dem etwa 200 Nachkommen der Täter gemeinsam mit den Überlebenden verschiedene Stationen des NS-Terrors abliefen, endete im Rathaus mit einem Fest der Versöhnung bei gemeinsamem Essen, Klezmermusik und israelischen Tänzen.

Vorbericht in der WAZ: http://www.derwesten.de/staedte/hagen/holocaust-ueberlebende-besuchen-hagen-id9920893.html

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