Der Marsch des Lebens in Ungarn geht weiter

"Seit 25 Jahren wurde in Ungarn praktisch nichts gegen den neu aufbrechenden Antisemitismus getan - die Früchte ernten wir in einer zerstörten Gesellschaft voller Fremdenfeindlichkeit. Die Botschaft des Marsch des Lebens und der Decke des Schweigens ist genau das, was wir in Ungarn brauchen." - so Csaba Vágó, Vizebürgermeister von Budaörs, eines Vororts von Budapest.

Vor etwa 300 Schülern und Vertretern des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt hatte Jobst Bittner einen Vortrag über die Funktionsweise der Propaganda von Josef Goebbels als Wegbereiter für den Holocaust und die Verstrickung der gesamten deutschen Gesellschaft gesprochen. Zwei Nachkommen von Tätern erzählten die Geschichten ihrer Familien. 

Neben dem Rathaus in Budaörs waren die Pfingstgemeinde in Székesfehérvár, die reformierte Kirche in Hatvan, ein charismatischer Gottesdienst in Budapest, die katholische Klosterschule Pannonhalma sowie das jüdische Kulturzentrum "Bálint Ház" in Budapest Schauplätze der Vortragsreise von Jobst Bittner in Ungarn Anfang April 2016. Im "Bálint Ház" war der Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Gemeinden in Ungarn, András Heisler, unter den Sprechern. Eine Enkelin eines Wehrmachtssoldaten, der im Jahr 1944 an der Schändung der Dohany Synagoge in Budapest beteiligt war, übergab ihm eine Plakette, auf der diese Geschichte ihres Großvaters und ein Statement der Buße eingraviert waren. András Heisler zeigte sich von der symbolischen Handlung sehr bewegt und möchte die Plakette an der Dohany Synagoge anbringen lassen. 

In Hatvan, Székesfehérvár und anderen Orten laufen nun Vorbereitungen für Märsche des Lebens an Jom haSchoa.

Zum Fotoalbum der Vortragsreise von Jobst Bittner auf Facebook.

Zum Bericht im ungarischen Newsportal NOL: "Gyilkosoktól származom".

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